Tanzkreis "Montagstanzen"

Montags-Tanzen "Ökumene in Bewegung" für Einzelpersonen oder Paare.
Raum: Das Tanzen findet im evang. Gemeindehaus im großen Saal statt.
(Eingang von der 2. Straße aus)
Wir tanzen an jedem Montag (auch in den Ferien):
Linedance 19.00 – 20.30 Uhr
„Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge. Er bindet
den Einzelnen in die Gemeinschaft.
Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert - Gesundheit und Klarheit im Geist sowie
eine beschwingte Seele.
Tanzen ist Verwandlung von Raum und Zeit.
Der Tanz fordert den ganzen Menschen, den Menschen im Gleichgewicht seiner Kräfte.
Daher lobe ich den Tanz.“
(Augustinus von Hippo, um 400 n. Chr.)


Wir wollen die vorstehenden Gedanken gemeinsam in die Tat umsetzen. Uns verbindet die
Freude an der Musik, an der Herausforderung, uns dazu mal schneller, mal langsamer zu
bewegen, Kopf und Füße in Einklang zu bringen und auch mal „außer Atem“ zu
kommen. Dabei sind und haben wir keine ausgebildeten Tanzlehrer. Besonders
Tanzbegeisterte unter uns üben mit uns die Tänze ein. Wir wollen keine Profis werden und
arbeiten nicht auf Auftritte hin. Die Freude am Tanzen steht im Vordergrund – auch wenn
nicht immer alle Schritte gelingen.
Die Tänze werden so ausgewählt, dass sie auch ohne Tanzpartner und mit einer beliebigen
Zahl von Teilnehmern getanzt werden können. Also sind sowohl Einzelpersonen als auch
Paare willkommen.
Wir lernen und tanzen montags Line Dance, eine populäre Tanzform aus Amerika/England,
die in Reihen neben- und hintereinander getanzt wird zu Musik, die „in die Beine geht“,
zwischendurch auch mal Volkstänze aus England, Irland, Israel usw..
Wer Interesse hat, möge einfach mal reinschauen oder anrufen.
Hinweis zum Schluss: Diese Veranstaltung findet im Rahmen der ev. Kirchengemeinde statt.
Es ist jedoch selbstverständlich jede/r herzlich eingeladen, unabhängig von konfessioneller
Gebundenheit.
Kontakt: Walter Listringhaus, Tel. 02392 / 65189

 

Line Dance ist eine eigenständige Tanzart - nicht zu verwechseln oder zu vergleichen mit
Square Dance. Man tanzt "in Line", also in einer Linie, beziehungsweise bei vielen Tänzern in
mehreren Reihen hintereinander / nebeneinander.
Diese Art zu tanzen erfordert keinen Partner, die Gruppe ist der Partner.
Viele Country-Songs haben ihren eigenen Tanz. Dabei ist es egal, ob es ein schnelles Lied ist
oder ein langsames.
Jeder Tanz hat eine bestimmte Anzahl an Schritten, die gelernt werden müssen, dabei gibt es
leichte Kombinationen und ziemlich aufwendige. Die Schrittfolgen werden zu einer
bestimmten Anzahl von Takten gelernt und getanzt und wiederholen sich regelmäßig, häufig
mit einem oder mehreren Richtungsänderungen.
Line Dance ist für jede Altersstufe geeignet.
Die Hauptsache ist, man hat Freude am Tanzen und hört gerne Country-Music.
Wer gerne tanzt wird merken, dass diese gelernten Tänze auch auf andere Musik getanzt
werden kann, solange der Takt stimmt.
Von Einwanderern, Cowboys und ihrer Freizeit
Die Entstehung des Line-Dance
Über den Ursprung gibt es viele verschiedene Ansichten. Eine der geläufigsten Meinungen
ist folgende: Im 19. Jahrhundert kamen viele europäische Einwanderer nach Nordamerika.
Jedes Land und jede Region brachte natürlich seine eigenen Volkstänze mit. Sie legten lange
Strecken mit ihren Planwagen zurück und brauchten natürlich auch mal den ein oder
anderen Tag zum Erholen. Es wurde Musik gespielt und getanzt. Die vielen verschiedenen
Völker hatten natürlich verschiedene Tänze. Wahrscheinlich vermischten sich diese Tänze
mit der Zeit und so entstand das heutige Square-Dancing.
Nach dem sich die Siedler niedergelassen hatten, folgte ich der zweiten Hälfte des vorigen
Jahrhunderts die Zeit der Cowboys. Ihre Arbeiten waren hart, lebensgefährlich und nicht gut
bezahlt. Stundenlang saßen sie im Sattel, um auf die Rinderherden zu achten, sie zusammen
zu halten oder auf andere Weideflächen zu treiben. Dabei waren sie den Naturgewalten
schutzlos ausgeliefert.
In ihrer knappen Freizeit sehnten sich aber auch die Cowboys nach Erholung und
Gesellschaft, wobei die weibliche Gesellschaft äußerst dünn gesät war. So saßen sie am
Lagerfeuer oder in ihren kargen Unterkünften beisammen, wo sie sich durch Musizieren,
Gesang und Erzählungen, neben den noch zu tätigenden Arbeiten den Abend gestalteten.
Da Frauen "Mangelware" waren, tanzten in der Anfangszeit nur die Männer. Später wurden
dann die traditionellen Tänze (die sie von den Einwanderern immer wieder einmal gesehen
hatten) von ihnen übernommen und ihrem Country- und Western-Stil angepasst. Diese
Tänze sind gekennzeichnet durch einfache Schritte und das Country-Flair, das die Kultur
jener Zeit widerspiegelt.
Die Tänze hatten immer eine bestimmte Schrittkombination, die von den Cowboys durch
Showeinlagen, wie z.B. Drehungen aufgelockert wurden. So entwickelte sich der heutige
Line-Dance, wie einige vermuten.
Noch mehr Wissenswertes …
Am Anfang unseres Jahrhunderts wurde in Amerika Folk Dancing in den Schulen in das Fach
für Leibeserziehung aufgenommen. Auf diese Art erlernte eine Vielzahl von Jugendlichen
Country Western Dancing. Es wurde in vielen Bereichen gepflegt und dadurch sehr populär.
1978 löste der Film "Saturday Night Fever" eine Tanzwelle aus. 1980, als sich die Grenze
zwischen Country und Pop zu verwischen begann, kam John Travolta mit dem Film "Urban
Cowboy" heraus, der neuerlich eine Lawine ins Rollen brachte, diesmal mit der Mode, der
Musik und den Tänzen im Western Stil. Jetzt stiegen die Medien darauf ein und förderten
diesen Trend zusätzlich. 1993 gelang "Line Dancing" der weltweite Durchbruch mit dem Hit
"Acky Breaky Heart".