Presbyterium

Jede evang. Kirchengemeinde wird durch ein Presbyterium geleitet. Ihm gehören die von den Gemeindemitgliedern gewählten Presbyterinnen und Presbyter (griechisch: Älteste) und die Pfarrer an, die alle vier Jahre neugewählt werden. Die ehrenamtlichen "Ältesten" müssen in unserer Landeskirche (EkvW) mindestens 18 Jahre alt sein.

Das Presbyterium ist verantwortlich für die Verkündigung des Wortes Gottes und den gesamten Dienst der Gemeinde. Es wählt die Pfarrerinnen und Pfarrer, verwaltet die Kirchengemeinde und entscheidet bei der Aufstellung des Haushaltes auch über die Verwendung der Kirchensteuern. Die Größe eines Presbyteriums richtet sich nach der Zahl der Gemeindemitglieder, wenn größere Gemeinden in Bezirke gegliedert sind, hat man oft Bezirkspresbyterien eingerichtet.

Die Männer und Frauen im Presbyterium haben sich in aller Regel auf bestimmte Aufgabengebiete spezialisiert (z. B. Kindergarten, Jugendarbeit, Bauangelegenheiten oder Friedhofsfragen) - verantwortet aber wird alles gemeinsam. Zum oder zur Vorsitzenden des Presbyteriums wird oft ein Pfarrer gewählt, oder eine Pfarrerin. Das ist aber keineswegs zwingend. Da die Pfarrer Mitglieder im Presbyterium sind, kann man dessen Rolle nicht als "Arbeitgeber" oder als "Dienstaufsicht" beschreiben, "Laien" und Theologen sind im Presbyterium auf "gedeihliche Zusammenarbeit" angewiesen.

Diese Erläuterungen sind im Wesentlichen von der Webseite der Evangelischen Landeskirche von Westfalen entnommen.

Presbyterium seit 2020

Am 28. April 2020 durfte die Ev. Kirchengemeinde Neuenrade ein neues Presbyterium einberufen.

Neu im Amt sind: Frau Siglinde Lennig (3. v. links), Herr Volker Amrhein (9. v. l.), Herr Ralf Bohnert (7. v. l.).

Bereits im März 2019 haben wir Herrn Gisbert Kloß-Ulitzka (5. v. l.) hinzuberufen würfen.

Weiter im Amt sind: Frau Elke Kemper (6. v. l.), Herr Peter Andreas (8. v. l.), Herr Uwe Laudert (4. v. l.),

Herr Rüdiger Wisnewski (2. v. l.).

Vorsitzender ist Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg (1. v. l.)

Hier stellen sich die Mitglieder des Gremiums vor:

Mein Name ist Volker Amrhein. Ich bin 57 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. 

Beruflich bin ich bei der Eisenbahn tätig. Ich interessiere mit für Geschichte, Radfahren und meine Familie reist gern.

Ich möchte im Presbyterium mitarbeiten, weil die Gemeinde ein wichtiges Angebot und eine Orientierungshilfe sein kann, den lebenswichtigen Weg zu Gott zu finden. 

Um dabei glaubhaft zu sein ist die gelebte Ökumene zwischen den christlichen Gemeinden an der Basis für mich besonders wichtig. 

Mein Name ist Peter Andreas, geboren am 14.07.1956 in Altena.

Von Beruf bin ich Dipl. Betriebswirt und Bankkaufmann. Tätig zurzeit als Dozent in der Erwachsenenbildung in Iserlohn, Menden für den kaufmännischen Bereich und Bewerbungstraining

Mitglied und 1. Vorsitzender des Ev. Posaunenchores, aktiver Laienprediger in unsere Kirche,

Ausbildung zum Notfallseelsorger.

Mein Name ist Ralf Bohnert. Ich bin 55 Jahre alt und seit über 31 Jahren glücklich mit meiner Conny verheiratet und habe zwei Kinder (26 und 29 Jahre alt). Beschäftigt bin ich seit fast 40 Jahren bei der Kreisverwaltung in Lüdenscheid. Studiert habe ich Diplom-Verwaltungswirt (Verwaltung, Recht, kommunale Finanzen) und Zusatzqualifikationen im Controlling, vorbeugenden Brandschutz und Führungskräftefortbildung erworben. Im Personalrat des Märkischen Kreises war ich 12 Jahre aktiv tätig.  Zudem wurde ich bei der Feuerwehr in zahlreichen Lehrgängen bis zum Führer von Verbänden ausgebildet. Nun hoffe ich, meine Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten zum Wohle unserer Kirchengemeinde einzusetzen und im Presbyterium einzubringen. 

Mein Name ist Elke Kemper, ich bin 51 Jahre alte und wohne in Altenaffeln.

Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.

Von Beruf bin ich Gärtnerin, die Tätigkeit übe ich auf geringfügig beschäftigter Basis bei Baumschulen Wiesemann aus. Die Hauptaufgabe im Presbyterium sehe ich, sorgsam mit den Finanzen der Gemeinde umzugehen und vor allem, den christlichen Glauben im Alltag umzusetzen und in die Haushalte der Gemeinde zu tragen.

Deswegen engagiere ich mich im Besuchskreis, wo ältere Gemeindeglieder zu Geburtstagen besucht werden, bei der Jugend als Helfer in der Konfirmandenarbeit und in verschiedenen Ausschüssen.

Mein Name ist Uwe Laudert, ich bin 50 Jahre alt, verheiratet mit der besten Frau der Welt und stolzer Vater von drei Jungs.

Beruflich bin ich als Beamter in der Kreisverwaltung für Aufgaben der Verkehrslenkung zuständig.

In der Kirchengemeinde bin ich ehrenamtlich  tätig, seit ich kurz nach meiner Konfirmation zu einem lebendigen Glauben gefunden habe, und mit den unterschiedlichsten Aufgaben.

Jetzt kümmere ich mich besonders um die Erhaltung der Gebäude und Grundstücke der Kirche, um Arbeitssicherheit und um den Förderverein des Familienzentrums. 

Für die Konfirmanden möchte ich wieder mehr da sein als die letzten Jahre, weil es mir besonders wichtig ist, Kirche für die Jugend spannender zu gestalten. 

Die Möglichkeiten, unser Familienzentrum noch weiter zu verbessern, will ich in den nächsten Jahren zu meiner Kernaufgabe machen.

Vielleicht finde ich ja auch wieder mehr Zeit, Musik in der Kirche zu machen? 

Sprecht mich gerne an, ob nach dem Gottesdienst oder 'zwischen Tür und Angel'. 

Mein Name ist Gisbert Kloß-Ulitzka. Ich bin 64 Jahre alt, geboren am 25.02.1956 in Werdohl, in Neuenrade aufgewachsen, verheiratet und Vater von 3 erwachsenen Kindern. Durch Studium und Beruf habe ich ca. 20 Jahre im „Exil“ gelebt, aber später gemeinsam mit meiner Frau den Entschluss gefasst, mit der Familie nach Neuenrade an den Wohnort meiner Eltern zurückzukehren.

Von Beruf bin ich Diplom-Ingenieur der Eisenhüttenkunde, seit 35 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen in Schwerte tätig und zuletzt verantwortlich für den Bereich Forschung und Entwicklung. Im September diesen Jahres werde ich in den Ruhestand eintreten.

Bedingt durch die Erziehung meiner Eltern bin ich im christlichen Glauben aufgewachsen und schon sehr früh im kirchlichen Jugendkreis aktiv gewesen. Nach der Konfirmation im Jahre 1969 habe mich noch einmal sehr bewusst für ein Leben im christlichen Glauben entschieden. Im weiteren Verlauf meines Lebens habe ich dennoch heftige Krisen erfahren müssen, wobei mein Glaube an Jesus Christus mir in diesen Momenten viel Trost und Kraft und letztlich den entscheidenden Impuls zur positiven Veränderung meiner Lebenssituation gegeben hat. Seit Jahren fühle ich mich der landeskirchlichen Gemeinschaft in Neuenrade eng verbunden und habe im späteren begonnen, mich für das Presbyteramt zu interessieren, um aktiv und verantwortungsvoll Aufgaben innerhalb der Gemeinde zu übernehmen. Im letzten Jahr erfolgte dann die Berufung. Meinen Verantwortungsschwerpunkt sehe ich zukünftig in der Jugend- und Seniorenarbeit.

Mein Name ist Siglinde Lennig. Ich wurde am 23.06.1952 in Werdohl geboren und bin auch dort aufgewachsen. Etwa ein halbes Jahr vor meiner Konfirmation verstarb mein Vater plötzlich und ich wurde so schon früh mit Fragen des Glaubens, die im Konfirmandenunterricht theoretisch behandelt wurden, ganz praktisch konfrontiert. So kam es, dass ich mein „Ja“ zu Jesus Christus bei meiner Konfirmation aus vollem Herzen sprach. Einige Jahre später habe ich es bei einer Jugendevangelisation auch öffentlich bekräftigt. Durch eine Freizeit lernte ich den EC in Eveking kennen und dort auch meinen Mann. Nach unserer Hochzeit sahen wir unseren Platz in der Mitarbeit in Neuenrade und nicht mehr in Eveking. Gott schenkte uns 5 Kinder, davon eins nur für eine kurze Zeit. Unser Markus hatte das Down-Syndrom und damit verbunden einen Herzfehler, so dass wir ihn schon nach einem halben Jahr zurück in Gottes Hände legen mussten. Unsere erwachsenen Kinder sind alle verheiratet und haben uns 8 Enkelkinder geschenkt.

Mein geistliches Zuhause innerhalb der Kirchengemeinde ist von Anfang an die Landeskirchliche Gemeinschaft. Hier hatte ich die Möglichkeit, viele meiner Ideen in die Arbeit mit einfließen zu lassen, und ich habe über einige Jahre in der Jungschar mitgearbeitet, bis Gott mir eine neue Aufgabe zeigte. Vor 13 Jahren entstand aus kleinen Anfängen das Bibelfrühstück, das hoffentlich bald wieder dienstags im Gemeindehaus zusammenkommen kann. Ebenso gerne bin ich beim Frühstückstreffen für Frauen dabei, das leider auch dieses Jahr ausfallen musste. Und auch die Lobpreisgottesdienste, die ich so liebe, wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben dürfen. 

Die Situation, wie sie sich zur Zeit darstellt; nämlich, dass die Kirchen für einige Wochen – und sogar über Ostern – ganz geschlossen waren, und nun nur unter starken Einschränkungen Gottesdienste stattfinden dürfen, ist für mich eine große Anfechtung, so dass ich mir gar nicht mehr sicher war, ob ich das Amt einer Presbyterin in dieser Gemeinde ausfüllen kann. Da schenkte mir Gott in mein Fragen hinein eine Bibelstelle aus der Apostelgeschichte 22 (aus der Übertragung „Hoffnung für alle“): Vers 10 „Was soll ich tun, Herr?“ fragte ich nun, und der Herr antwortete mir: „Steh auf! Geh nach Damaskus. Dort wird man dir sagen, welche Aufgabe du übernehmen sollst.“ Nun hoffe ich, dass Gott mir diese Aufgabe zeigen und unser ganzes Presbyterium mit dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit leiten möge.

Mein Name ist Rüdiger Wisnewski, ich bin 64 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Seit mehr als 40 Jahren arbeite ich als leitender Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen in Finnentrop und werde dies auch noch für zwei weitere Jahre fortführen (so Gott will).

Als Dirigent des Posaunenchores bin ich unserer Kirchengemeinde bereits über Jahrzehnte verbunden und gehöre jetzt im 9. Jahr unserem Presbyterium an. Ich möchte auch weiterhin unserer Gemeinde dienen, dabei Bewährtes bewahren und neue Wege erkunden und mitgehen. Ich wünsche mir eine starke und lebendige Gemeinde, die sich in Freude begegnet und offen ist für alle Menschen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Aus dem Amt geschieden sind:

Frau Marlene Schneider (nach 32 Jahren), Herr Heinz-Werner Lennig (nach 44 Jahren)

und Herr Olaf Biedebach (nach 12 Jahren).

Wir danken für den Einsatz und die Mitarbeit über so viele Jahre.                      20.05./kl.